LED Module können nur leuchten, wenn man ihnen Strom bereitstellt. Das gilt auch für unsere FLUXengine und APEXengine LED Boards. Auf dieser Seite erklären wir die Grundlagen von LED Treibern und zeigen, was man bei der Auswahl beachten sollte. Diese Seite ist insbesondere für unsere FLUXengine DIY LED Module gedacht, die Grundlagen treffen jedoch auf alle LED Anwendungen zu.
Grundsätzlich kann jedes Netzteil als Stromversorgung für LEDs herhalten - vorrausgesetzt die Kenngrößen stimmen! Besser sind jedoch spezielle Vorschaltgeräte für LEDs, auch LED Treiber oder Konstantstromquelle genannt. Diese sorgen dafür, dass unabhängig von der Vorwärtsspannung der LED ein konstanter Strom durch die LEDs getrieben wird. Sie ermöglichen so einen sicheren und flackerfreien Betrieb auch bei Schwankungen in der Netzspannung.
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Wir empfehlen Mean Well LED-Treiber für unsere FLUXengines und APEXengines. Der taiwanesische Hersteller steht seit 1982 für ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis und zuverlässige Produkte im Bereich Stromversorgung.
Den richtigen LED Treiber findet man, indem man das Modell mit den passenden Spezifikationen nach dem Datenblatt auswählt.
Bei Konstantstromquellen für LEDs sind die Serien HLG und XLG, sowie ELG besonders empfehlenswert. Wir setzen in unseren Kits meistens auf die neuen XLG-Netzteile. Deren innovativer Konstantleistungsmodus ermöglicht nämlich größte Flexibilität bei Erweitungen. Oft ist es damit möglich, die Beleuchtungsfläche zu vergößern, ohne den Treiber tauschen zu müssen.

Wer mit höheren Leistungen über 320W plant, greift meist auf die Baureihe HLG zurück, da diese High-End Geräte beste Effizienz und Leistung bis zu 600W.

Die ELG Reihe hat ein einfacheres Gehäuse und ist sehr preiswert. Diese Reihe basiert auf dem traditionellen Konstantstrom- bzw. Konstantspannungsprinzip.

XLG-Treiber sind flexibel einsetzbar, da Strom und Spannung für verschiedene Anwendungen apatiert werden können. Das gute Preis-Leistungsverhältnis und die Steuerbarkeit runden das Gesamtpaket ab.
Hinweis
Bitte stets die Sicherheitshinweise der Netzteilhersteller beachten. Arbeiten an spannungsführenden Bauteilen dürfen nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden
Serienschaltung ist die einfachste Möglichkeit LED Module anzuschließen. Dabei addieren sich die (Vorwärts)Spannungen der LED Module. Bei der FLUXengine muss der Treiber beispielsweise in der Lage sein, n (Anzahl der Module) * 20V zu erzeugen.
Parallelschaltung ist in manchen Fällen praktischer, kann aber auch zu Problemen führen. Wir empfehlen daher grundsätzlich Serienschaltung. Gut an der Parallelschaltung ist jedoch, dass niedrigere Spannungen anliegen.
Für eine Mischung aus Parallel- und Serienschaltung können verschiedene Gründe sprechen. Etwa, dass man noch mehr FLUXengines an einem Treiber betreiben möchte, jedoch nicht genug Spannung zur Verfügung steht. Dann kann man einen zweiten „Zweig“ eröffnen und den Strom aufteilen. Die Zweige müssen die gleiche Spannung haben, d.h. exakt gleich aufgebaut sein.
Parallelschaltung
In den meisten Fällen ist es sinnvoll, für FLUX-Module und APEX-Module unterschiedliche Treiber zu verwenden. Die beiden Typen verfügen über sehr unterschiedliche Grenzwerte für die Bestromung.
Durch Kombination von Serien- und Parallelschaltung ist es möglich, ein gemischtes Setup umzusetzen. Dann sind die Verhältnisse im kombinierten Spektrum jedoch festgelegt. Der Vorteil einer einzelnen Konstanstromquelle pro Kanal ist, dass man das Lichtspektrum auf die Bedürfnisse der Pflanze durch gezieltes Dimmen anpassen kann.
Die Mean Well Netzteile sind in verschiedenen Varianten erhältlich, welche sich hinsichtlich Ihrer Dimmbarkeit unterscheiden. Bei den vielen Modellen ist die Variante als Suffix -A, -B oder -AB in der Herstellerbezeichnung angegeben, z. B. XLG-240-M-AB.
Produkte mit dem A-Suffix können verfügen über einen im Gerät verbauten Potentiometer. Dieser verbirgt sich hinter einer Spritzschutzkappe im Gehäuse. Zum Einstellen des Stroms bzw. der Spannung wird ein Schraubendreher benötigt. Der Regelbereich bei den A-Modellen ist auf 50-100% des Maximalstroms begrenzt. Aufgrund dieser Einschränkungen handelt es sich eigentlich nicht um eine Dimmfunktion - sondern es ist eher vorgesehen, damit den Strom bei Bedarf zu begrenzen.
Die MEAN WELL Netzteile mit B-Suffix verfügen über ein zweites Paar Drähte am Ausgang, die mit DIM+ und DIM- bezeichnet sind. Um eine Dimmfunktion zu erhalten, stehen drei Möglichkeiten zu Verfügung.
Vorteil bei der B-Variante ist nicht nur, dass der Dimmer beliebig platziert werden kann und die Betätigung wesentlich komfortabler ausfällt. Sondern auch der Regelbereich fällt deutlich größer aus. Man kann den LED Treiber mit externen Dimmern meist von 0-100 % regeln, d. h. "dim-to-off", sodass nur noch eine geringe Standby-Leistungsaufnahme vorhanden ist.
Die Bezeichnung lässt schon fast darauf schließen: Treiber mit AB-Suffix verfügen sowohl über den internen Poti, als auch über die Drähte zum externen Steuern des Dimmsignals. Das ist die idealste Lösung und wir bieten daher immer diese Variante an, wenn sie erhältlich ist.
Achtung beim Dimmen von Mean Well Treibern
Die individuellen Geräte unterliegen unterschiedlichen Toleranzen. Mit der Dimm-Funktion können möglicherweise Ströme eingestellt werden, welche die Spezifikationen überschreiten.
Um Betriebssicherheit und Lebensdauer aller Komponenten zu gewährleisten, müssen die eingestellten Werte gemessen und mit den Spezifikationen abgeglichen werden (siehe Datenblätter).
Anstelle von professionellen Messwerkzeugen kann der Maximalstrom auch mit einem „Verbrauchsmessgerät“ eingestellt werden.
Der LED Treiber kann auf dem Rahmen bzw. Kühlkörper montiert werden oder an einer anderen Stelle angebracht werden. Um die Anbauumgebung kühl zu halten ist es empfehlenswert, den Treiber z. B. außerhalb des Zelts zu platzieren.
Wenn Du den Treiber mit dem Rahmen verbinden möchtest, solltest Du ihn thermisch entkoppeln. Wir legen unseren Kits Kunststoffscheiben bei, mit denen es einfach ist, einen kleinen Spalt zwischen Treiber und Kühlkörper herzustellen und den Wärmeübergang zu minimieren.
Das gute bei Eigenlösungen und DIY LED Projekten ist, dass man die Lampe an seine individuellen Vorstellungen anpassen kann. Wir können bei Bedarf längere Aderleitungen liefern, damit der Treiber entfernt von der Anbauumgebung platziert werden kann und keine zusätzliche Wärme in die Box eingebracht wird. Schreib einfach in den Kommentar Deiner Bestellung, wie viele Meter du extra benötigst. Wir versuchen Deinem Wunsch zu entsprechen.